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XY-Preis vergeben: Sieben Menschen für Zivilcourage geehrt
Schlagzeilen · 19.10.2026 20:30

XY-Preis vergeben: Sieben Menschen für Zivilcourage geehrt

Kurz: Sieben Menschen wurden in Berlin mit dem XY-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet. Sie verhinderten Messerangriffe, Vergewaltigungen und halfen in Notlagen.

Ein Zeichen für Zivilcourage: Sieben Menschen für ihren Einsatz geehrt

Am 19. Oktober 2026 fand in Berlin eine feierliche Preisverleihung statt, bei der sieben Personen für ihr außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet wurden. Der Anlass war die Vergabe des XY-Preises, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feierte. Unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministers Alexander Dobrindt wurden Menschen gewürdigt, die in lebensbedrohlichen oder hochgefährlichen Situationen nicht weggesehen, sondern aktiv gehandelt haben. Die Preisträgerinnen und Preisträger verhinderten durch ihr beherztes Eingreifen unter anderem einen Messerangriff, eine drohende Vergewaltigung sowie eine sexuelle Belästigung. Die Auszeichnung, die unter dem Motto „Gemeinsam gegen das Verbrechen“ steht, unterstreicht die Bedeutung von Zivilcourage als essenzielles Fundament einer solidarischen Gesellschaft. Die Veranstaltung wurde von dem Moderator der Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“, Rudi Cerne, geleitet, während prominente Paten die Laudationen auf die Alltagshelden hielten. Der Preis dient nicht nur der Anerkennung der individuellen Taten, sondern soll auch als Appell an die Öffentlichkeit verstanden werden, in kritischen Momenten Verantwortung zu übernehmen und sich für Mitmenschen in Not einzusetzen.

Die Details zu den drei prämierten Vorfällen

Die diesjährigen Preisträger wurden für drei spezifische Ereignisse geehrt. In Hodenhagen retteten am 16. Februar 2025 die Tierärzte Annemarie und Thomas Krull gemeinsam mit ihrem Nachbarn Daniel Karstens einer 19-Jährigen das Leben. Die junge Frau wurde am Bahnhof von einem 43-jährigen Mann angegriffen, der sie mit einem Messer verletzte und ins Gleisbett stieß. Der Täter, bei dem später eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert wurde, hatte ihr zuvor das Handy entrissen. In Augsburg verhinderten die damals 17-jährige Michelle Kuhn und ihr Mitbewohner Marco Schwarzenberger am 23. August 2025 eine Vergewaltigung. Sie hörten nachts Hilfeschreie vor ihrem Wohnhaus und griffen ein, woraufhin der Täter floh und später festgenommen werden konnte. In Trier schließlich bemerkten Valeria Lizenberger und Edanur Karademir am 19. April 2025 am Hauptbahnhof, wie ein etwa 30-jähriger Mann ein Mädchen bedrängte. Als das Opfer das internationale „Signal for Help“ zeigte, intervenierten die beiden Freundinnen sofort, was zur Flucht des Täters und dessen späterer Verurteilung wegen sexueller Belästigung führte.

Hintergrund: Ein Vierteljahrhundert im Dienst der Zivilcourage

Der XY-Preis blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit dem Jahr 2002 wird die Auszeichnung jährlich an Personen oder Gruppen verliehen, die sich in besonderem Maße um die Sicherheit anderer verdient gemacht haben. Die diesjährige Verleihung markierte einen Meilenstein, da der Preis 2026 zum 25. Mal vergeben wurde. Die Initiative ist fest in die Fahndungs- und Präventionsarbeit der Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ integriert. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Zivilcourage in der Bevölkerung zu schärfen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine zwölfköpfige Fachjury, die die eingereichten Fälle bewertet. Der Preis ist mit einer Summe von 10.000 Euro dotiert. Über die Jahre hinweg hat sich die Auszeichnung als ein wichtiges Instrument etabliert, um Menschen zu motivieren, in Notsituationen nicht passiv zu bleiben. Die Geschichte des Preises zeigt, dass oft schon kleine, aber entschlossene Handlungen ausreichen, um den Verlauf eines Verbrechens maßgeblich zu beeinflussen und Opfer vor Schlimmerem zu bewahren.

Die Akteure: Wer wurde geehrt und wer hat entschieden?

Die Preisträger sind eine diverse Gruppe von Menschen, die durch ihre Tatkraft beeindruckten. Zu ihnen gehören die Tierärzte Annemarie und Thomas Krull sowie ihr Nachbar Daniel Karstens aus Hodenhagen. In Augsburg wurden die Jugendlichen Michelle Kuhn und Marco Schwarzenberger ausgezeichnet, während in Trier die Freundinnen Valeria Lizenberger und Edanur Karademir geehrt wurden. Die Laudationen wurden von prominenten Persönlichkeiten gehalten: Die Schauspielerinnen Dennenesch Zoudé und Stella Hinrichs sowie der ZDF-Moderator und Journalist Mitri Sirin würdigten die Leistungen der Geehrten. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernahm Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Die ZDF-Programmdirektorin Nadine Bilke betonte während der Feierstunde die Bedeutung der Preisträger als Vorbilder für die Gesellschaft. Die Auswahl der Preisträger oblag einer zwölfköpfigen Fachjury, die die eingereichten Fälle auf Basis der gezeigten Zivilcourage, der Umsicht und des Mutes bewertete. Alle Beteiligten hoben hervor, dass das Handeln der Preisträger nicht nur den Opfern direkt half, sondern auch ein starkes Signal gegen Kriminalität aussendet.

Einordnung: Warum Zivilcourage so wichtig ist

Einzuordnen ist das Handeln der Preisträger als ein essenzieller Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Den Berichten zufolge haben alle Geehrten bewiesen, dass Zivilcourage keine Frage des Alters oder der beruflichen Erfahrung ist, sondern eine bewusste Entscheidung im entscheidenden Augenblick. Die Jury betonte besonders die Besonnenheit der Helfer. In allen drei Fällen zeichnete sich das Verhalten dadurch aus, dass die Helfer zwar mutig eingriffen, dabei aber stets die eigene Sicherheit und die der Opfer im Blick behielten. Besonders die Anwendung des „Signal for Help“ durch das Opfer in Trier und dessen Erkennung durch die beiden jungen Frauen zeigt, wie wichtig die Verbreitung solcher Präventionssignale ist. Die Auszeichnung verdeutlicht, dass Zivilcourage nicht bedeutet, sich blindlings in Gefahr zu begeben, sondern durch kluge Aufgabenteilung – etwa durch das Absetzen eines Notrufs, die Ablenkung des Täters oder die Betreuung des Opfers – effektiv zu helfen. Die Ehrung unterstreicht, dass das Wegsehen in einer freien Gesellschaft keine Option sein darf und dass couragiertes Handeln Verbrechen verhindern kann.

Offene Fragen: Was der Quelltext nicht klärt

Obwohl die Berichterstattung die Taten der Helfer ausführlich würdigt, gibt es einige Aspekte, die der Quelltext nicht detailliert beantwortet. So bleibt unklar, wie viele Vorschläge die Fachjury für den XY-Preis 2026 insgesamt erhalten hat und welche Kriterien bei der Auswahl der drei spezifischen Fälle gegenüber anderen eingereichten Taten den Ausschlag gaben. Auch über den weiteren Gesundheitszustand der 19-jährigen Frau, die in Hodenhagen lebensgefährlich verletzt wurde, macht der Text keine Angaben, außer dass die Hilfe der Preisträger entscheidend für ihr Überleben war. Zudem werden die genauen Hintergründe zu den Tätern in Augsburg und Trier nur oberflächlich skizziert; so bleibt offen, ob diese bereits zuvor polizeilich in Erscheinung getreten sind oder ob es sich um Einzeltäter handelte, die zufällig auf ihre Opfer stießen. Auch die genaue Zusammensetzung der zwölfköpfigen Fachjury wird nicht näher erläutert, was die Transparenz des Auswahlprozesses für Außenstehende schwer nachvollziehbar macht.

Wie es weitergeht: Ausblick auf die Zukunft des Preises

Die Verleihung des XY-Preises ist ein jährlicher Fixpunkt im Programm des ZDF und der Kriminalprävention. Da die Preisverleihung am 19. Oktober 2026 stattfand und das 25-jährige Bestehen feierte, ist davon auszugehen, dass die Auszeichnung auch in den kommenden Jahren fortgesetzt wird. Die Preisträger fungieren nun als Botschafter für Zivilcourage. Es ist zu erwarten, dass ihre Geschichten in den kommenden Ausgaben von „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ erneut thematisiert werden, um die breite Öffentlichkeit für die Gefahren im Alltag zu sensibilisieren. Die Kampagne „Signal for Help“, die durch den Fall in Trier besonders hervorgehoben wurde, dürfte durch die mediale Aufmerksamkeit der Preisverleihung weiter an Bedeutung gewinnen. Konkrete Termine für die nächste Verleihung wurden im Quelltext nicht genannt, jedoch ist der XY-Preis als fester Bestandteil der Fahndungssendung etabliert, sodass mit einer Fortführung der Tradition im nächsten Jahr zu rechnen ist. Die Preisträger selbst haben durch ihre Taten bewiesen, dass Aufmerksamkeit und schnelles Handeln Leben retten können, was auch in Zukunft der Kern der Botschaft des Preises bleiben wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/manner-frauen-stehen-fenster-10617838/ · Foto: cottonbro studio
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-2026-preis-verleihung-100.html