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HSG Wetzlar kann einfach nicht gewinnen
Sport · 08.10.2026 21:19

HSG Wetzlar kann einfach nicht gewinnen

Kurz: Die HSG Wetzlar bleibt in der Handball-Bundesliga weiter ohne Erfolgserlebnis. Nach einer schwachen Phase in der zweiten Hälfte unterlagen sie dem TVB Stuttgart

Was geschehen ist – die Kernmeldung

Die sportliche Krise der HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga setzt sich fort. Am Donnerstagabend musste das Team aus Mittelhessen eine weitere Niederlage hinnehmen, als es beim TVB Stuttgart mit 26:31 (14:15) unterlag. Damit bleibt die Mannschaft auch nach der Partie in der Stuttgarter Arena ohne den erhofften ersten Saisonsieg. Über weite Strecken der Begegnung präsentierten sich die Gäste durchaus konkurrenzfähig, doch eine entscheidende Schwächephase in der zweiten Halbzeit kostete sie letztlich alle Chancen auf einen Punktgewinn. Vor einer Kulisse von 4.226 Zuschauern entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, der erst in der Schlussphase eine klare Richtung zugunsten der Gastgeber einschlug. Die Niederlage markiert einen weiteren Rückschlag in einer bisher äußerst schwierigen Spielzeit für die Wetzlarer, die nun dringend nach Lösungen suchen müssen, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht vollends zu verlieren. Die Enttäuschung über die verpasste Gelegenheit, die Negativserie zu beenden, war nach Spielende deutlich spürbar, da die Partie über lange Zeit ausgeglichen verlief und ein anderes Ergebnis durchaus im Bereich des Möglichen gelegen hätte.

Die Einzelheiten der Partie

Die Statistik des Spiels verdeutlicht, warum die HSG Wetzlar trotz einer ordentlichen Darbietung über 40 Minuten am Ende leer ausging. Bis zum Stand von 20:20 war die Partie völlig offen, doch dann folgte die spielentscheidende Phase zwischen der 40. und der 50. Spielminute. In diesen zehn Minuten gelang den Mittelhessen kein einziger Treffer, was der TVB Stuttgart konsequent ausnutzte, um auf 24:20 davonzuziehen. Ein wesentlicher Faktor für diese Torflaute war der Stuttgarter Torhüter Mohamed Essam Moustafa El-Tayar, der mit insgesamt zwölf Paraden die Wetzlarer Angreifer ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. Auf der Gegenseite brillierte der 37-jährige Routinier Kai Häfner, der eine herausragende Leistung zeigte und zehn seiner elf Wurfversuche im Tor der Gäste unterbrachte. Damit avancierte er zum Top-Scorer des Abends. Die Torschützenliste auf Wetzlarer Seite wurde von Soler mit sechs Treffern angeführt, gefolgt von Akakpo, Läsö und Theiß mit jeweils fünf Toren. Mappes steuerte zwei Treffer bei, während Överby, Piroch und Kompenhans jeweils einmal erfolgreich waren. Für Stuttgart trafen zudem Ahouansou (5), Matzken (4), Nigg (4), Mengon (2), Meyer (2), Darmoul (2), Zieker (1) und Max Häfner (1).

Hintergrund und bisheriger Verlauf

Die aktuelle Situation der HSG Wetzlar ist geprägt von einer anhaltenden Sieglosigkeit, die das Team bereits seit Saisonbeginn begleitet. Die Niederlage in Stuttgart fügt sich in das bisherige Bild einer Spielzeit ein, in der es den Mittelhessen nicht gelingt, ihre spielerischen Ansätze in zählbare Erfolge umzumünzen. Während das Team in vielen Begegnungen phasenweise auf Augenhöhe agiert, fehlt es in den entscheidenden Momenten an der nötigen Konstanz und Kaltschnäuzigkeit. Die Partie beim TVB Stuttgart war dabei symptomatisch für den bisherigen Saisonverlauf: Eine lange Phase der Stabilität wird durch eine kurze, aber verhängnisvolle Schwächeperiode zunichtegemacht. Die Mannschaft befindet sich in einer schwierigen Findungsphase, in der das Selbstvertrauen durch die ausbleibenden Siege zunehmend leidet. Der Druck auf den Kader wächst mit jeder weiteren Niederlage, da die Erwartungen an eine erfolgreiche Saison in der Handball-Bundesliga hoch sind. Die Verantwortlichen und Spieler müssen nun Wege finden, diese mentale Blockade zu lösen, um in den kommenden Aufgaben wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt oder eine bessere Tabellenplatzierung zu sammeln.

Die Beteiligten

Im Zentrum des Geschehens standen neben den beiden Mannschaften vor allem die Akteure, die das Spiel maßgeblich beeinflussten. Auf Seiten der Stuttgarter war es insbesondere der Torhüter Mohamed Essam Moustafa El-Tayar, dessen Leistung als einer der Hauptgründe für den Heimsieg hervorgehoben wurde. Kai Häfner, der mit 37 Jahren seine ganze Erfahrung in die Waagschale warf, fungierte als Dreh- und Angelpunkt des Stuttgarter Offensivspiels. Die HSG Wetzlar trat als geschlossene Einheit auf, wobei Spieler wie Soler als erfolgreichster Werfer und Akakpo, Läsö sowie Theiß versuchten, gegen die gut organisierte Abwehr der Gastgeber anzukommen. Die 4.226 Zuschauer in der Arena sorgten für einen würdigen Rahmen, konnten jedoch das Schicksal der Gäste aus Wetzlar nicht abwenden. Die sportliche Leitung der HSG ist nun gefordert, aus den Erkenntnissen dieses Spiels die richtigen Schlüsse zu ziehen. Es liegt an den Spielern und dem Trainerteam, die gezeigten Defizite in der Trainingsarbeit aufzuarbeiten und die notwendige Stabilität für die kommenden Herausforderungen in der Bundesliga zu entwickeln.

Einordnung und offene Fragen

Einzuordnen ist die Niederlage der HSG Wetzlar als ein weiterer herber Rückschlag, der die prekäre Lage des Vereins unterstreicht. Den Berichten zufolge war die zehnminütige Phase ohne eigenen Torerfolg der entscheidende Knackpunkt, der eine mögliche Überraschung verhinderte. Dass ein Team in der höchsten deutschen Spielklasse über einen so langen Zeitraum keinen Treffer erzielt, ist ein deutliches Indiz für eine Blockade im Offensivspiel. Dennoch gibt es auch offene Fragen, die der Quelltext nicht beantwortet: So bleibt unklar, welche taktischen Anpassungen der Trainer während der torlosen Phase vorgenommen hat oder ob es personelle Wechsel gab, um den Spielfluss wieder zu beleben. Auch über die Stimmung innerhalb der Mannschaft nach dieser erneuten Niederlage oder mögliche Konsequenzen für die kommende Trainingswoche schweigt der Bericht. Es ist zudem nicht ersichtlich, welche spezifischen Vorgaben der Trainer für die Schlussphase hatte, um den Rückstand noch einmal zu verkürzen. Die Analyse der Gründe für den Einbruch bleibt somit ein internes Thema, dessen Lösung für den weiteren Saisonverlauf jedoch von entscheidender Bedeutung sein wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/38616222/ · Foto: Franco Monsalvo
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/hr/hr-niederlage-beim-tvb-stuttgart-hsg-wetzlar-kann-einfach-nicht-gewinnen-100.html