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Wetteraukreis: Trickdiebe erbeuten Bargeld
Regional · 08.10.2026 15:54

Wetteraukreis: Trickdiebe erbeuten Bargeld

Kurz: In Bad Vilbel-Massenheim haben zwei Trickdiebe unter einem Vorwand Bargeld in Höhe von mehreren Tausend Euro aus einer Privatwohnung gestohlen.

Ein dreister Diebstahl in Massenheim

Im Wetteraukreis ist es am Mittwochnachmittag, dem 7. Oktober 2026, zu einem schwerwiegenden Trickdiebstahl gekommen. Zwei bislang unbekannte Männer verschafften sich unter einem fingierten Vorwand Zutritt zur Privatwohnung eines Bewohners im Bad Vilbeler Stadtteil Massenheim. Gegen 16:30 Uhr gelang es den Tätern, das Vertrauen des Opfers zu gewinnen, indem sie vorgaben, Interesse am Ankauf von Antiquitäten zu haben. Während das Verkaufsgespräch in der Wohnung im Gange war, nutzte einer der beiden Männer die Situation aus, um sich unbemerkt in den Räumlichkeiten umzusehen. Dabei stieß er auf eine Geldkassette, die er plünderte. Der Diebstahl blieb zunächst unbemerkt, da die Täter die Wohnung nach dem Vorfall zügig verließen. Erst zwei Stunden nach dem Besuch der Unbekannten bemerkte der Geschädigte das Fehlen seines Bargeldes in Höhe von mehreren Tausend Euro. Die Täter waren zu diesem Zeitpunkt bereits über alle Berge, was die sofortige Einleitung von Fahndungsmaßnahmen erschwerte.

Die Täterbeschreibung und der Tathergang

Die Polizei konnte dank der Angaben des Geschädigten detaillierte Beschreibungen der beiden Tatverdächtigen veröffentlichen. Der erste Täter wird auf ein Alter zwischen 40 und 50 Jahren geschätzt. Er ist etwa 1,80 Meter groß und weist eine kräftige Statur auf. Auffällig sind seine kurzen, dunklen und krausen Haare. Zum Zeitpunkt der Tat trug er ein komplett schwarzes Outfit, bestehend aus einem Pullover, einer Jeans sowie passenden Schuhen. Sein Komplize wird in der gleichen Altersspanne von 40 bis 50 Jahren eingeordnet, ist jedoch mit etwa 1,70 Meter deutlich kleiner und besitzt eine schmale Statur. Er war in hellgraue Kleidung gehüllt, konkret in ein hellgraues Sweatshirt und eine dazu passende hellgraue Jeans. Die Tat ereignete sich in einem Zeitfenster zwischen 16:30 Uhr und 17:30 Uhr, wobei die Täter nach dem Diebstahl unerkannt flüchteten. Die Kriminalpolizei in Friedberg hat die Ermittlungen übernommen und wertet die vorliegenden Informationen aus, um die Identität der beiden Männer zu klären.

Einordnung des Geschehens

Den Berichten zufolge handelt es sich bei dem Vorfall um eine klassische Masche des Trickdiebstahls, bei der Täter gezielt das Vertrauen von Bewohnern erschleichen. Die Strategie, ein Kaufinteresse an Antiquitäten vorzutäuschen, dient dabei primär dazu, das Opfer in ein Gespräch zu verwickeln und so von den eigentlichen Absichten abzulenken. Einzuordnen ist das so, dass die Täter professionell und arbeitsteilig vorgingen: Während einer die Aufmerksamkeit des Bewohners band, suchte der andere gezielt nach Wertgegenständen. Dass der Diebstahl erst zwei Stunden später auffiel, spricht dafür, dass die Täter sehr diskret vorgingen und die Geldkassette vermutlich an einem Ort entleerten, der für den Bewohner während des Gesprächs nicht direkt einsehbar war. Solche Taten stellen für die Betroffenen eine erhebliche psychische Belastung dar, da die eigene Privatsphäre durch das Eindringen der Fremden massiv verletzt wurde. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang regelmäßig davor, fremde Personen ohne triftigen Grund in die eigenen vier Wände zu lassen, da das Risiko, Opfer eines solchen Delikts zu werden, bei unbedachten Einladungen deutlich steigt.

Offene Fragen zur Tat

Trotz der vorliegenden Personenbeschreibungen bleiben wesentliche Aspekte des Falls ungeklärt. Es ist beispielsweise nicht bekannt, ob die Täter mit einem Fahrzeug vor Ort waren und in welche Richtung sie nach dem Verlassen der Wohnung flüchteten. Auch bleibt unklar, ob es sich um eine gezielte Auswahl des Opfers handelte oder ob die Täter wahllos an Haustüren klingelten, um ihr Glück zu versuchen. Ebenso gibt es keine Informationen darüber, ob die Täter bereits in der Vergangenheit im Wetteraukreis oder in anderen Regionen durch ähnliche Delikte in Erscheinung getreten sind. Die Ermittler prüfen zudem, ob es im Umfeld des Tatortes Überwachungskameras oder weitere Anwohner gibt, die das Duo möglicherweise auf dem Weg zur Wohnung oder bei der Flucht beobachtet haben könnten. Die genaue Herkunft der Täter und ihr derzeitiger Aufenthaltsort sind ebenfalls noch völlig offen, weshalb die Behörden nun auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen sind.

Wie es weitergeht

Die Kriminalpolizei in Friedberg bittet nun die Bevölkerung um Unterstützung bei der Aufklärung des Falls. Zeugen, denen die beiden beschriebenen Männer am Mittwochnachmittag in Massenheim aufgefallen sind, werden gebeten, sich umgehend telefonisch unter der Rufnummer 06031 6010 zu melden. Die Polizei erhofft sich durch Zeugenhinweise, die Fluchtroute oder mögliche weitere Anhaltspunkte zur Identifizierung der Tatverdächtigen zu erhalten. Die Ermittlungen laufen unter der Federführung des Polizeipräsidiums Mittelhessen. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird die Pressestelle weitere Details bekannt geben, sofern dies den Ermittlungserfolg nicht gefährdet. Bis dahin bleibt die Fahndung nach den beiden Männern aktiv. Die Polizei appelliert zudem an die Bürger, bei verdächtigen Beobachtungen in der Nachbarschaft nicht zu zögern und den Notruf zu wählen, um weitere Straftaten zu verhindern.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/ein-bezaubernder-europaischer-stadtplatz-an-einem-sonnigen-tag-35558383/ · Foto: Sergej *****
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6367664