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Raunheim/Rüsselsheim: Zwei Einbrüche in Wohnungen
Regional · 23.10.2026 10:42

Raunheim/Rüsselsheim: Zwei Einbrüche in Wohnungen

Kurz: In Raunheim und Rüsselsheim kam es am Donnerstagabend zu zwei Einbrüchen in Hochparterre-Wohnungen. Die Polizei sucht nun dringend nach Zeugen der Vorfälle.

Was geschehen ist – die Kernmeldung

Am Abend des 22. Oktober 2026 kam es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südhessen zu zwei Einbrüchen in Wohnungen. Wie die Behörde am Vormittag des 23. Oktober mitteilte, suchten unbekannte Täter gezielt Hochparterre-Wohnungen in Mehrfamilienhäusern auf. Der erste Vorfall ereignete sich in der Ringstraße in Raunheim, wo die Täter gewaltsam in die Räumlichkeiten eindrangen. Nur kurze Zeit später, gegen 21.00 Uhr, kam es zu einem weiteren Einbruch in der Bonner Straße in Rüsselsheim. In beiden Fällen nutzten die Kriminellen die Abwesenheit der Bewohner aus, um sich unbefugt Zutritt zu verschaffen und Wertgegenstände zu entwenden oder nach solchen zu suchen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Taten, da bisher keine konkreten Hinweise auf die Identität der Einbrecher vorliegen.

Die Einzelheiten der Taten

Der erste Einbruch in der Ringstraße in Raunheim fand in einem Zeitfenster zwischen 18.00 Uhr und kurz vor 21.00 Uhr statt. Die Täter verschafften sich gewaltsam Zugang zu der Wohnung im Hochparterre. Bei der Durchsuchung der Räume erbeuteten sie nach ersten Erkenntnissen einen Geldbeutel inklusive dessen Inhalt, ein Smartphone, verschiedene Parfumflakons sowie eine Armbanduhr. Nahezu zeitgleich, exakt gegen 21.00 Uhr, ereignete sich der zweite Vorfall in der Bonner Straße in Rüsselsheim. Hier wählten die Einbrecher einen anderen Zugangsweg: Sie kletterten über den Balkon, um in die Hochparterre-Wohnung zu gelangen. Ob bei diesem zweiten Einbruch tatsächlich Wertgegenstände entwendet wurden, konnte die Polizei zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht abschließend bestätigen. Das Kommissariat 21/22 der Kriminalpolizei in Rüsselsheim führt die Ermittlungen und ist unter der Rufnummer 06142/696-0 für Zeugenhinweise erreichbar.

Hintergrund und bisheriger Verlauf

Die Einbrüche reihen sich in eine Serie von Delikten ein, bei denen Wohnungen in leicht zugänglichen Stockwerken, wie dem Hochparterre, ins Visier von Kriminellen geraten. Die Täter agierten in beiden Fällen am selben Abend in einem engen zeitlichen und räumlichen Kontext. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter gezielt nach Wohnungen suchten, die für sie leicht erreichbar waren. Die Vorgehensweise – einmal gewaltsames Eindringen durch die Tür oder Fenster, einmal das Überwinden des Balkons – deutet auf eine gewisse Flexibilität der Täter hin. Bisher gibt es keine Informationen darüber, ob es sich um dieselben Täter handelt oder ob die Taten unabhängig voneinander geplant wurden. Die Ermittler des Polizeipräsidiums Südhessen werten nun die Spuren an beiden Tatorten aus, um mögliche Zusammenhänge zu prüfen und die Identität der Einbrecher festzustellen.

Die Beteiligten und Institutionen

Die Ermittlungen werden zentral durch das Polizeipräsidium Südhessen koordiniert. Die operative Sachbearbeitung liegt beim Kommissariat 21/22 der Kriminalpolizei in Rüsselsheim. Als Ansprechpartner für die Öffentlichkeit fungiert Bernd Hochstädter von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Südhessen in Darmstadt. Die betroffenen Anwohner, deren Wohnungen in der Ringstraße und der Bonner Straße liegen, sind die Geschädigten dieser Kriminalfälle. Die Polizei ist nun auf die Mithilfe der Anwohner und möglicher Zeugen angewiesen, die in den genannten Straßen oder deren unmittelbarer Umgebung verdächtige Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen haben könnten. Die Institutionen arbeiten eng zusammen, um die Kriminalitätsrate in den betroffenen Kommunen zu senken und die Täter zeitnah zu identifizieren.

Einordnung der Geschehnisse

Einzuordnen ist das Geschehen als eine gezielte Vorgehensweise von Einbrechern, die bevorzugt in den Abendstunden agieren, wenn es bereits dunkel ist, die Bewohner jedoch noch nicht unbedingt schlafen. Die Wahl der Hochparterre-Wohnungen ist ein klassisches Muster, da diese Wohnungen oft ohne großen Aufwand über Balkone oder durch Fenster erreicht werden können. Den Berichten zufolge ist die psychische Belastung für die Bewohner durch das Eindringen in die Privatsphäre besonders hoch. Die Polizei mahnt zur Wachsamkeit und betont, dass bereits kleine Beobachtungen, wie fremde Personen im Hausflur oder verdächtige Geräusche auf dem Balkon, wichtige Hinweise für die Ermittler sein können. Die Häufung der Taten an einem Abend in zwei verschiedenen Städten lässt auf eine hohe kriminelle Energie schließen, da die Täter bereit waren, innerhalb kurzer Zeit zwei verschiedene Tatorte aufzusuchen.

Offene Fragen und Lücken

Der vorliegende Bericht lässt einige Fragen unbeantwortet, die für den weiteren Verlauf der Ermittlungen von Bedeutung sind. So bleibt unklar, ob die Täter bei ihrem Einbruch in der Bonner Straße in Rüsselsheim tatsächlich Beute machen konnten oder ob sie gestört wurden, bevor sie etwas entwenden konnten. Zudem gibt es keine Informationen darüber, ob es Zeugen gibt, die die Täter beim Verlassen der Tatorte gesehen haben. Auch die Frage, ob die Einbrecher mit einem Fahrzeug unterwegs waren oder zu Fuß flüchteten, bleibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt offen. Ebenso wenig ist bekannt, ob es Parallelen zu anderen Einbrüchen in der Region gibt, die in den vergangenen Wochen stattgefunden haben könnten. Diese Lücken müssen durch die laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei geschlossen werden.

Wie es weitergeht

Die Kriminalpolizei in Rüsselsheim setzt ihre Ermittlungen fort. Der Fokus liegt nun auf der Auswertung der Spuren, die an den Tatorten in der Ringstraße und der Bonner Straße gesichert wurden. Zudem werden die eingehenden Hinweise aus der Bevölkerung gesammelt und überprüft. Ein konkreter Termin für weitere Maßnahmen oder eine mögliche Festnahme wurde seitens der Polizei nicht genannt. Die Behörden appellieren jedoch weiterhin an die Bevölkerung, bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort die Polizei zu kontaktieren. Die Ermittler werden in den kommenden Tagen prüfen, ob weitere Anwohner im Umfeld der Tatorte Videoaufzeichnungen oder andere Beweismittel zur Verfügung stellen können, die zur Identifizierung der Täter beitragen könnten.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/historisches-rathaus-in-weimar-deutschland-36136679/ · Foto: Wolfgang Weiser
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6376581