Was geschehen ist: Einbruchsversuch und Diebstahl im Landkreis
Im Landkreis Marburg-Biedenkopf haben sich innerhalb kurzer Zeit zwei kriminelle Vorfälle ereignet, die die Polizei nun beschäftigen. Am Dienstagabend, dem 27. Oktober, versuchten unbekannte Täter, gewaltsam in ein Einfamilienhaus in Kirchhain einzudringen. Der Tatort liegt in der Straße „Am Schwimmbad“. Die Täter konzentrierten sich dabei auf die Haustür des Wohngebäudes, scheiterten jedoch bei ihrem Vorhaben, diese aufzubrechen. Aufgrund des Widerstands der Tür ließen die Einbrecher schließlich von ihrem Plan ab und flüchteten unerkannt vom Tatort. Unabhängig davon kam es in Marburg zu einem Diebstahlsdelikt auf einer Baustelle in der Molkereistraße. Dort verschafften sich Unbekannte im Zeitraum zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen Zutritt zum Gelände. Die Täter durchtrennten ein etwa 40 Meter langes Kupferkabel und entwendeten dieses. Die Polizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Taten.
Die Einzelheiten der Vorfälle
Zu dem versuchten Einbruch in Kirchhain gibt es konkrete zeitliche Angaben: Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, den 27. Oktober, gegen 19 Uhr. Obwohl die Täter nicht in das Haus gelangten, hinterließen sie Spuren an der Haustür. Die Polizei beziffert den entstandenen Sachschaden, der durch die Aufbruchsversuche an der Tür verursacht wurde, auf etwa 500 Euro. Die Ermittler der Polizei in Stadtallendorf sind für die Bearbeitung dieses Falls zuständig und unter der Telefonnummer (06428) 93050 erreichbar. Im zweiten Fall, der sich in der Marburger Molkereistraße abspielte, liegt der Tatzeitraum zwischen Dienstag, dem 27. Oktober, 18 Uhr, und Mittwoch, dem 28. Oktober, 6 Uhr morgens. Die Unbekannten entwendeten ein Kupferkabel mit einer beachtlichen Länge von rund 40 Metern. Die Marburger Polizei, die den Diebstahl bearbeitet, bittet Zeugen, die in diesem Zeitraum verdächtige Beobachtungen im Bereich der Baustelle gemacht haben, sich unter der Telefonnummer (06421) 4060 zu melden. Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelhessen, vertreten durch Alisa Jockel, koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit zu diesen Vorfällen.
Hintergrund der polizeilichen Ermittlungen
Die polizeilichen Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf die Sicherung von Spuren an den jeweiligen Tatorten. In Kirchhain liegt der Fokus darauf, wie die Täter bei ihrem gescheiterten Einbruchsversuch genau vorgingen und ob es Anwohner gab, die im Bereich der Straße „Am Schwimmbad“ zu der genannten Zeit gegen 19 Uhr auffällige Personen oder Fahrzeuge bemerkt haben. Bei dem Diebstahl in der Molkereistraße in Marburg stellt sich die Frage, wie die Täter unbemerkt auf das Baustellengelände gelangen konnten und wie sie das 40 Meter lange Kabel abtransportierten. Kupferdiebstähle auf Baustellen sind ein bekanntes Phänomen, da das Material einen hohen Wiederverkaufswert auf dem Schwarzmarkt besitzt. Die Polizei wertet nun die Hinweise aus, die im Rahmen der Zeugensuche eingehen könnten. Bisher liegen keine Informationen darüber vor, ob es sich bei den Tätern in beiden Fällen um dieselbe Gruppierung handeln könnte oder ob die Taten in keinem direkten Zusammenhang stehen. Die Ermittlungsbehörden gehen nach dem derzeitigen Stand der Dinge von zwei getrennten Delikten aus, die jedoch beide die Sicherheitslage im Landkreis Marburg-Biedenkopf betreffen.
Die Beteiligten und Zuständigkeiten
Die Ermittlungen werden durch das Polizeipräsidium Mittelhessen geführt. Die Pressestelle in Gießen, unter der Leitung von Alisa Jockel, fungiert als zentrale Anlaufstelle für Medienanfragen. Für den Einbruchsversuch in Kirchhain ist die Polizeistation Stadtallendorf zuständig, die unter der Rufnummer (06428) 93050 für sachdienliche Hinweise zur Verfügung steht. Den Fall des Kupferdiebstahls in Marburg bearbeitet die dortige Dienststelle, die unter der Telefonnummer (06421) 4060 erreichbar ist. Neben den polizeilichen Dienststellen sind die betroffenen Anwohner und Baustellenverantwortlichen die primären Geschädigten. Die Polizei ist auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, um die Identität der unbekannten Täter zu ermitteln. Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelhessen in der Ferniestraße 8 in Gießen hält für Rückfragen auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten den Polizeiführer vom Dienst (PvD) bereit, um eine kontinuierliche Erreichbarkeit für dringende polizeiliche Angelegenheiten zu gewährleisten.
Einordnung der Ereignisse
Einzuordnen ist das Geschehen als Teil einer Serie von Eigentumsdelikten, die regelmäßig in städtischen und ländlichen Regionen auftreten. Während der Einbruchsversuch in Kirchhain durch die Widerstandsfähigkeit der Haustür vereitelt wurde, was auf einen gewissen Erfolg präventiver Sicherheitsmaßnahmen hindeutet, zeigt der Kupferdiebstahl in Marburg die Anfälligkeit von Baustellen für gezielte Materialdiebstähle. Den Berichten zufolge ist der entstandene Sachschaden von 500 Euro in Kirchhain zwar moderat, stellt jedoch für die betroffenen Hausbesitzer eine erhebliche Belastung dar. Der Diebstahl von 40 Metern Kupferkabel in Marburg deutet auf eine gezielte Tat hin, da der Abtransport einer solchen Menge logistische Vorbereitungen erfordert. Die Polizei bewertet solche Taten als ernsthafte Eingriffe in das Eigentum und nimmt die Zeugensuche daher sehr ernst. Die Häufung derartiger Delikte in einem kurzen Zeitraum unterstreicht, wie wichtig die Aufmerksamkeit der Nachbarschaft und die Sicherung von Baustellenbereichen für die Kriminalitätsprävention sind. Die Behörden setzen auf die Mithilfe der Bürger, um die Täter zu identifizieren und weitere Taten dieser Art im Landkreis zu verhindern.
Offene Fragen und weiteres Vorgehen
Der vorliegende Sachverhalt lässt einige wesentliche Fragen offen, die im Zuge der weiteren Ermittlungen geklärt werden müssen. Es ist derzeit nicht bekannt, ob die Täter in Kirchhain durch Anwohner gestört wurden oder ob sie das Vorhaben aufgrund der massiven Bauweise der Tür von sich aus abbrachen. Ebenso ungeklärt ist, ob bei dem Kupferdiebstahl in Marburg ein Fahrzeug zum Abtransport der Beute genutzt wurde und ob die Täter bei der Tat beobachtet wurden. Auch bleibt offen, ob es an der Baustelle in der Molkereistraße bereits in der Vergangenheit zu ähnlichen Diebstählen gekommen ist. Wie es weitergeht, hängt nun maßgeblich von den Hinweisen aus der Bevölkerung ab. Die Polizei wird die eingegangenen Zeugenaussagen prüfen und gegebenenfalls weitere Spuren an den Tatorten auswerten. Es wurden keine konkreten Termine für den Abschluss der Ermittlungen genannt, da dies vom Fortschritt der polizeilichen Arbeit abhängt. Die Dienststellen in Stadtallendorf und Marburg halten die Ermittlungen offen und warten auf Rückmeldungen zu den genannten Telefonnummern.