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Gewinner-Exemplar ist fast eine Tonne schwer: Hesse gewinnt Deutsche Meisterschaft im Kürbiswiegen
Regional · 04.10.2026 19:04

Gewinner-Exemplar ist fast eine Tonne schwer: Hesse gewinnt Deutsche Meisterschaft im Kürbiswiegen

Kurz: Matthias Würsching aus Einhausen hat die Deutsche Meisterschaft im Kürbiswiegen mit einem fast eine Tonne schweren Exemplar dominiert.

Ein Triumph der Giganten: Hesse dominiert die Deutsche Meisterschaft

Es war ein Wochenende der Superlative für Matthias Würsching aus Einhausen im Kreis Bergstraße. Der Züchter konnte sich bei der Deutschen Meisterschaft im Kürbiswiegen, die im baden-württembergischen Ludwigsburg ausgetragen wurde, den ersten Platz sichern. Sein Kürbis der Sorte „Atlantic Giant“ brachte ein beachtliches Gewicht von 986 Kilogramm auf die Waage. Mit diesem massiven Gewicht verwies er die Konkurrenz auf die hinteren Plätze und sicherte sich den Titel mit einem deutlichen Vorsprung. Während der Siegerkürbis fast die magische Grenze von einer Tonne erreichte, blieb die restliche Konkurrenz weit hinter diesen Dimensionen zurück. Der Wettbewerb, der alljährlich Kürbiszüchter aus dem gesamten Bundesgebiet anzieht, war auch in diesem Jahr wieder ein Schauplatz für beeindruckende botanische Leistungen. Würsching, der bereits zuvor bei regionalen Wettbewerben erfolgreich war, konnte seine Formkurve bei dieser nationalen Meisterschaft eindrucksvoll bestätigen. Die Veranstaltung in Ludwigsburg bot dabei eine Bühne für eine Vielzahl von Züchtern, die ihre über Monate hinweg gehegten und gepflegten Exemplare präsentierten. Dass ein einzelner Züchter in einem Jahr sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene derart dominieren kann, unterstreicht die hohe Qualität seiner Zuchtbemühungen. Für Würsching markierte dieser Erfolg den Höhepunkt einer langen Saison, in der er viel Zeit und Energie in die Aufzucht seiner Kürbisse investiert hat.

Die Zahlen und Fakten des Wettbewerbs

Die Leistungsdichte bei den Deutschen Meisterschaften war in diesem Jahr durchaus beachtlich, auch wenn der absolute Rekord nicht gebrochen werden konnte. Der aktuelle deutsche Rekord liegt bei 1.052 Kilogramm und wurde im Jahr 2023 aufgestellt. Würschings Siegerkürbis mit 986 Kilogramm kam diesem Rekord zwar sehr nahe, blieb jedoch knapp darunter. Der Abstand zum Zweitplatzierten war jedoch eklatant: Der Kürbis aus Brandenburg, der den zweiten Platz belegte, wog 562 Kilogramm. Den dritten Platz sicherte sich ein Züchter aus Bayern mit einem 547 Kilogramm schweren Exemplar. Insgesamt gingen bei der diesjährigen Meisterschaft 30 Kürbisse ins Rennen. Neben den Kürbissen wurden in Ludwigsburg auch andere riesige Gewächse wie Tomaten und Melonen gewogen, was die Vielfalt der Zuchterfolge unterstrich. Die Veranstaltung verdeutlichte erneut, dass die Zucht von „Atlantic Giant“-Kürbissen eine spezialisierte Disziplin ist, die weit über das gewöhnliche Gärtnern hinausgeht. Die Teilnehmer investieren nicht nur viel Zeit, sondern auch spezifisches Know-how in die Nährstoffversorgung und Pflege ihrer Pflanzen, um solche Gewichte zu erreichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Spitze der deutschen Kürbiszüchter in der Lage ist, Exemplare zu produzieren, die weit über das normale Maß hinauswachsen und regelmäßig die Marke von einer halben Tonne überschreiten.

Ein erfolgreiches Wochenende mit doppeltem Sieg

Das Wochenende war für Matthias Würsching aus Einhausen gleich in doppelter Hinsicht erfolgreich. Bereits einen Tag vor der Deutschen Meisterschaft in Ludwigsburg hatte er sich bei der zweiten offenen hessischen Riesenkürbis-Wiegemeisterschaft in Hofheim im Main-Taunus-Kreis durchgesetzt. Dort präsentierte er ein Exemplar, das 765 Kilogramm auf die Waage brachte. Dieser Erfolg war besonders bemerkenswert, da er eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellte. Bei der ersten Auflage der hessischen Wiegemeisterschaft hatte der Siegerkürbis noch 594 Kilogramm gewogen. Dass Würsching innerhalb von 24 Stunden zwei bedeutende Titel gewinnen konnte, unterstreicht seine Ausnahmestellung in der aktuellen Zuchtsaison. Die Veranstaltung in Hofheim wurde von „Paul's Bauernhof“ organisiert und bot eine Plattform für eine breite Palette an Teilnehmern. Neben erfahrenen Profizüchtern waren auch Familien, Kindertagesstätten, Schulen und Vereine dazu eingeladen, ihre selbst gezogenen Kürbisse zur Waage zu bringen. Diese Inklusivität machte den Wettbewerb in Hofheim zu einem besonderen Ereignis, das den Fokus nicht nur auf die reine Größe, sondern auch auf die Freude am gemeinsamen Gärtnern und Züchten legte. Für alle Teilnehmer gab es als Anerkennung einen Präsentkorb, was den gemeinschaftlichen Charakter der Veranstaltung in Hofheim unterstrich.

Die Akteure und das Umfeld der Meisterschaften

Die Organisation der hessischen Meisterschaft durch Reiner Paul von „Paul's Bauernhof“ in Hofheim trug maßgeblich zum Erfolg bei. Reiner Paul betonte im Nachgang der Veranstaltung die Faszination, die von diesem Hobby ausgeht. Er wies darauf hin, dass es jedes Mal aufs Neue beeindruckend sei zu beobachten, wie aus einem winzigen Kürbissamen innerhalb weniger Monate ein derart massives Gewächs entstehen kann. Viele Züchter würden eine gesamte Saison auf diesen einen Moment auf der Waage hinarbeiten, so der Landwirt. Neben den erwachsenen Züchtern gab es in Hofheim auch eine Kategorie für die kleinsten Exemplare. Hier gewann der fünfjährige David aus Hofheim-Wallau, dessen Kürbis lediglich fünf Gramm wog. Diese Gegenüberstellung – der 765 Kilogramm schwere Siegerkürbis und das fünf Gramm leichte Exemplar – verdeutlichte die gesamte Bandbreite des Wettbewerbs. Die Preisgelder in Hofheim waren gestaffelt: Der Sieger erhielt 500 Euro, der Zweitplatzierte 250 Euro und der Dritte 100 Euro. Diese Anreize, kombiniert mit der Anerkennung durch die Fachjury und das Publikum, machen solche Wettbewerbe für Züchter attraktiv. Die Beteiligten, von den Profis bis hin zu den Kindern, zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig das Interesse an der Kürbiszucht in der Region ist.

Einordnung der Zuchterfolge

Einzuordnen ist das Geschehen als eine hochspezialisierte Form der Landwirtschaft und des Hobbys, die weit über das normale Maß hinausgeht. Den Berichten zufolge erfordert die Zucht von Riesenkürbissen eine präzise Planung, die bereits bei der Auswahl des Saatguts beginnt und sich über die gesamte Wachstumsphase erstreckt. Wenn man bedenkt, dass ein Kürbis botanisch gesehen eine Beere ist, wird die Leistung der Züchter noch deutlicher. Die Tatsache, dass ein Züchter wie Matthias Würsching innerhalb eines Tages zwei Meisterschaften mit unterschiedlichen Kürbissen gewinnt, zeigt, dass er über eine exzellente Anbaustrategie verfügt. Die Wettbewerbe in Ludwigsburg und Hofheim dienen dabei nicht nur dem sportlichen Vergleich, sondern auch dem Austausch unter den Züchtern. Dass die Gewichte der Siegerkürbisse in Hofheim im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen sind, deutet darauf hin, dass die Zuchtmethoden immer effizienter werden. Die Einordnung als „Riesenkürbis“ ist hierbei keineswegs übertrieben, wenn man bedenkt, dass die Gewinner regelmäßig das Gewicht eines Kleinwagens erreichen oder gar übertreffen. Die Faszination für diese massiven Früchte ist ungebrochen, und die Wettbewerbe bieten eine wichtige Plattform, um diese Leistungen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und die Faszination für die Natur und ihre Wachstumsraten zu teilen.

Was der Quelltext nicht beantwortet

Trotz der detaillierten Berichterstattung über die Gewichte und die Namen der Sieger bleiben einige Aspekte des Kürbiswiegens im Dunkeln. Der vorliegende Quelltext gibt beispielsweise keine Auskunft darüber, welche spezifischen Düngemethoden oder Bewässerungstechniken die Züchter anwenden, um solche Gewichte zu erzielen. Auch die Frage nach der genetischen Herkunft der Samen, die für die Sorte „Atlantic Giant“ verwendet werden, wird nicht weiter vertieft. Es bleibt offen, ob es spezielle Zuchtvereine gibt, in denen sich die Teilnehmer austauschen, oder ob die Züchter eher als Einzelgänger agieren. Zudem werden die genauen Kriterien für die Bewertung der Kürbisse, abgesehen vom reinen Gewicht, nicht explizit erläutert. Es wird nicht erwähnt, ob es Qualitätsmerkmale wie Form, Farbe oder Schadstellen gibt, die bei der Bewertung eine Rolle spielen könnten, oder ob das Gewicht das einzige Kriterium ist. Auch die langfristigen Auswirkungen einer solchen Zucht auf den Boden oder die Umwelt werden nicht thematisiert. Ebenso fehlen Informationen darüber, was mit den Kürbissen nach dem Wiegen geschieht – ob sie verarbeitet, kompostiert oder anderweitig verwertet werden. Diese Lücken in der Berichterstattung lassen Raum für Spekulationen über die technischen Details hinter den Kulissen der Meisterschaften, die für Außenstehende oft wie ein Geheimnis wirken.

Ausblick auf kommende Herausforderungen

Wie es nach den Meisterschaften weitergeht, ist für die Züchter bereits klar: Die Vorbereitung auf die nächste Saison beginnt meist schon mit der Planung für das kommende Jahr. Da der deutsche Rekord von 1.052 Kilogramm in diesem Jahr nicht geknackt wurde, bleibt dieser für die kommende Saison das Ziel für ambitionierte Züchter. Matthias Würsching hat mit seinem Sieg in Ludwigsburg und Hofheim die Messlatte für sich selbst und für andere Züchter hoch gelegt. Es ist zu erwarten, dass im nächsten Jahr erneut Wettbewerbe stattfinden werden, bei denen die Züchter versuchen werden, ihre eigenen Bestmarken zu übertreffen. Ob Würsching seinen Titel im nächsten Jahr verteidigen kann, wird von vielen Faktoren abhängen, darunter die Wetterbedingungen und die Qualität des Saatguts. Die Veranstalter wie „Paul's Bauernhof“ werden ihre Wettbewerbe voraussichtlich fortsetzen, da das Interesse an der Riesenkürbiszucht ungebrochen ist. Für die Züchter bedeutet dies, dass sie weiterhin Zeit und Ressourcen investieren werden, um die Grenzen des botanisch Möglichen weiter zu verschieben. Die kommenden Meisterschaften werden zeigen, ob die Zuchterfolge der diesjährigen Saison als Grundlage für noch größere Exemplare dienen können oder ob die physischen Grenzen des Wachstums für die Sorte „Atlantic Giant“ bereits erreicht sind.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/charmanter-europaischer-innenhof-mit-historischer-architektur-33180157/ · Foto: Sergej *****
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-765-kilo-riesenkuerbis-gewinnt-meisterschaft-in-hofheim-100.html