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Champions League: Gruda erlöst Leipzig bei knappem Sieg gegen PSV
Sport · 13.10.2026 23:21

Champions League: Gruda erlöst Leipzig bei knappem Sieg gegen PSV

Kurz: RB Leipzig feiert in der Champions League den ersten Sieg. Brajan Gruda erzielte beim 1:0 gegen die PSV Eindhoven den entscheidenden Treffer.

Ein hart erkämpfter Erfolg in der Königsklasse

Am zweiten Spieltag der Champions-League-Ligaphase ist RB Leipzig ein wichtiger Befreiungsschlag gelungen. In einer intensiv geführten Partie gegen den niederländischen Meister PSV Eindhoven sicherte sich die Mannschaft von Trainer Martin Demichelis einen knappen 1:0-Erfolg. Das goldene Tor des Abends erzielte der 22-jährige Brajan Gruda in der 75. Spielminute durch einen Fernschuss. Nach der deutlichen 1:4-Niederlage zum Auftakt gegen Como war dieser Sieg von großer Bedeutung für das Selbstvertrauen der Leipziger. Die Partie entwickelte sich über weite Strecken zu einem Duell der Torhüter, in dem sowohl der Leipziger Maarten Vandevoordt als auch der Gästeschlussmann Matej Kovar mehrfach ihr Können unter Beweis stellen mussten. Während Leipzig im ersten Durchgang noch Schwierigkeiten hatte, das gegnerische Pressing vollständig zu neutralisieren, steigerte sich die Mannschaft nach dem Seitenwechsel deutlich. Der Sieg war letztlich das Resultat einer beharrlichen Offensivleistung, die Eindhoven in der Schlussphase zunehmend unter Druck setzte. Die Gastgeber zeigten sich im Vergleich zum schwachen Auftritt in Como deutlich verbessert und kontrollierten das Geschehen in der zweiten Halbzeit, was den Erfolg verdient erscheinen lässt.

Die Schlüsselmomente und statistische Details

Die Begegnung bot zahlreiche spielentscheidende Szenen. Bereits in der 4. Minute zwang Ridle Baku den PSV-Torwart Kovar zu einer ersten Glanzparade. Den wohl kritischsten Moment für die Leipziger gab es in der 19. Minute, als der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigte, nachdem Baku der Ball unglücklich an den Arm gesprungen war. Der 37-jährige Routinier Ivan Perisic trat für Eindhoven an, zielte in die Tormitte, scheiterte jedoch am belgischen Nationaltorhüter Maarten Vandevoordt, der den Ball mit dem ausgefahrenen Bein parierte. Baku äußerte sich nach der Partie verwundert über den zweifelhaften Elfmeterpfiff. Auf der Gegenseite zeichnete sich Kovar mehrfach aus, etwa bei einem Schuss von Antonio Nusa in der 48. Minute oder einer Doppelchance von Gruda und Willi Orban in der 61. Minute. Der entscheidende Treffer von Gruda in der 75. Minute resultierte aus einer abgewehrten Ecke, bei der der Rechtsaußen den Ball annahm und mit einem abgefälschten Schlenzer ins linke Eck vollendete. Eindhoven versuchte in der Schlussphase mit zahlreichen Hereingaben den Ausgleich zu erzwingen, doch die Leipziger Defensive hielt stand.

Der Weg zum Sieg und die taktische Entwicklung

Die Vorzeichen für dieses Spiel waren durch den schwachen Auftakt in Como belastet, doch Leipzig wollte den Schwung aus dem jüngsten 6:0-Bundesliga-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt mitnehmen. Die Gastgeber begannen dominant und druckvoll, trafen jedoch auf einen Gegner, der sich als äußerst widerstandsfähig erwies. Eindhoven, das zuletzt dreimal in Serie niederländischer Meister wurde, setzte auf ein hohes Pressing, das die Leipziger im ersten Durchgang immer wieder vor Probleme stellte. Die Gäste spielten sich durch diese Taktik mehrfach gefährlich vor das Tor, konnten jedoch keine weiteren glasklaren Chancen kreieren, auch weil der auffällige Ruben van Bommel in der Offensive zwar präsent war, aber nicht entscheidend zum Abschluss kam. Leipzig hingegen passte sich im Verlauf der ersten Halbzeit an und setzte durch Gruda und Neil El Aynaoui kurz vor der Pause erste Ausrufezeichen. Nach dem Seitenwechsel gelang es den Leipzigern dann besser, die Partie zu kontrollieren. Die taktische Umstellung und die höhere Konzentration in der Defensive ermöglichten es, Eindhoven zunehmend in die eigene Hälfte zu drängen, was schließlich in der verdienten Führung mündete.

Die Akteure im Fokus

Im Mittelpunkt des Geschehens standen vor allem die Torhüter. Maarten Vandevoordt avancierte mit seiner Elfmeterparade gegen Perisic zum Helden des Abends. Auf der Gegenseite verhinderte Matej Kovar, der früher für Bayer Leverkusen aktiv war, mit mehreren Reflexen einen früheren Rückstand für Eindhoven. Brajan Gruda, der erstmals in der Königsklasse in der Startelf stand, rechtfertigte das Vertrauen von Trainer Martin Demichelis mit seinem Siegtreffer. Der 22-Jährige betonte nach dem Spiel bei "DAZN", wie wichtig die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewesen sei. Ridle Baku war trotz des verursachten Elfmeters ein zentraler Akteur, der durch seine Offensivaktionen in der Anfangsphase Akzente setzte. Auf Seiten der Gäste blieb der erfahrene Ivan Perisic trotz seines verschossenen Strafstoßes ein ständiger Unruheherd, während Ruben van Bommel die Offensive der Niederländer maßgeblich prägte. Die Entscheidungsträger an der Seitenlinie, allen voran Martin Demichelis, zeigten sich mit der disziplinierten Leistung ihrer Mannschaft in der Schlussphase zufrieden, als es galt, den knappen Vorsprung gegen die anstürmenden Gäste zu verteidigen.

Einordnung der Leistung

Einzuordnen ist dieser Sieg als ein wichtiges Signal für die weitere Saison in der Champions League. Nach dem Fehlstart gegen Como war die Mannschaft unter Zugzwang, was den Druck auf das Team spürbar erhöhte. Den Berichten zufolge war die deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum ersten Spieltag der entscheidende Faktor für den Erfolg. Dass Leipzig gegen einen amtierenden Serienmeister wie Eindhoven bestehen konnte, unterstreicht das Potenzial der Mannschaft, wenngleich die Partie zeigte, wie fragil das Gleichgewicht in der Königsklasse sein kann. Die Tatsache, dass das Spiel lange Zeit durch Torhüterleistungen geprägt war, deutet auf eine hohe Intensität und taktische Disziplin auf beiden Seiten hin. Dass Gruda, ein junger Spieler, in einer solchen Drucksituation die Verantwortung übernahm und traf, lässt sich als Beleg für die Qualität des Kaders werten. Der Sieg war keineswegs glücklich, sondern das Ergebnis einer kontrollierten zweiten Halbzeit, in der Leipzig die PSV Eindhoven zunehmend in die Defensive drängte und sich die Möglichkeiten für den Siegtreffer konsequent erarbeitete.

Offene Fragen und der Blick nach vorne

Trotz des Erfolgs bleiben einige Aspekte ungeklärt. Der Quelltext bietet keine Informationen darüber, wie schwerwiegend die taktischen Probleme im ersten Durchgang tatsächlich waren oder ob es innerhalb der Mannschaft Verletzungen gab. Auch bleibt offen, wie die PSV Eindhoven den vergebenen Elfmeter und die Niederlage intern bewertet, da hierzu keine weiteren Aussagen der Gäste vorliegen. Die größte Herausforderung für RB Leipzig steht nun unmittelbar bevor. Der Terminkalender ist eng getaktet: Am kommenden Samstagabend um 18.30 Uhr steht das Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern München an. Nur vier Tage später, am Mittwoch um 21 Uhr, muss die Mannschaft in der Champions League bei Real Madrid antreten. Diese beiden Partien werden zeigen, ob der Sieg gegen Eindhoven der Start einer Erfolgsserie ist oder ob die Mannschaft gegen die Schwergewichte des europäischen Fußballs an ihre Grenzen stößt. Die kommenden Tage werden für das Trainerteam um Martin Demichelis vor allem im Zeichen der Regeneration und der intensiven Vorbereitung auf diese beiden hochkarätigen Gegner stehen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/34803979/ · Foto: Daniil Komov
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/championsleague/gruda-erloest-leipzig-bei-knappem-sieg-gegen-psv,spielbericht-leipzig-eindhoven-100.html