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Alba Berlin schlägt Bilbao nach 13-Punkte-Rückstand
Sport · 29.10.2026 08:19

Alba Berlin schlägt Bilbao nach 13-Punkte-Rückstand

Kurz: Alba Berlin hat das Spitzenspiel der Basketball Champions League gegen Surne Bilbao nach einem zwischenzeitlichen 13-Punkte-Rückstand mit 103:100 gewonnen.

Ein hart erkämpfter Sieg im Spitzenduell

Die Basketballer von Alba Berlin haben in der laufenden Saison der Basketball Champions League ein wichtiges Ausrufezeichen gesetzt. In einem hochspannenden Spitzenspiel der Gruppe G trafen die Berliner in der heimischen Arena am Ostbahnhof auf den spanischen Vertreter Surne Bilbao. Beide Mannschaften gingen als bis dahin ungeschlagene Teams in diese Begegnung, was der Partie eine besondere Brisanz verlieh. Am Ende eines nervenaufreibenden Abends konnte sich der deutsche Meister mit 103:100 gegen die Gäste aus Spanien durchsetzen. Dabei war der Weg zum Sieg keineswegs vorgezeichnet, denn Alba Berlin sah sich zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem deutlichen Rückstand konfrontiert. Erst durch eine massive Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte gelang es den Berlinern, die Partie zu drehen und sich die alleinige Tabellenführung in ihrer Gruppe zu sichern. Vor einer Kulisse von 8.171 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein physisch geprägtes Duell, das den Akteuren auf dem Parkett alles abverlangte und erst in den letzten Sekunden des Schlussviertels entschieden wurde.

Die statistischen Details der Begegnung

Das Spiel zeichnete sich durch eine hohe Intensität aus, die sich bereits im ersten Viertel abzeichnete. Alba Berlin fand zwar offensiv gut in den Rhythmus, doch auch die Gäste aus Bilbao trafen hochprozentig. Ein entscheidender Faktor war die Berliner Unterlegenheit unter dem Korb, die es den Spaniern ermöglichte, zahlreiche Rebounds zu sammeln. Dies führte dazu, dass die Gastgeber bereits Ende des ersten Viertels in Rückstand gerieten. Im zweiten Viertel verschärfte sich die Situation für Alba, da die Mannschaft fast dreieinhalb Minuten ohne eigenen Korberfolg blieb, was den Rückstand auf 24:33 anwachsen ließ. Zur Halbzeit stand es 43:48 aus Sicht der Berliner. Nach dem Seitenwechsel zog Bilbao zunächst auf 61:48 davon, was einem 13-Punkte-Rückstand für Berlin entsprach. Die Wende leitete ein 26:11-Lauf Ende des dritten Viertels ein. Die besten Werfer auf Seiten der Berliner waren Brandon Angel mit 24 Punkten und Jordan Ford, der 21 Zähler beisteuerte. In der Schlussphase sorgten ein Korbleger von Ford und ein entscheidender Dreier von Justin Bean etwa zehn Sekunden vor Spielende für die Vorentscheidung zum 100:97, bevor Bean mit einem Freiwurf in der letzten Sekunde den Endstand von 103:100 besiegelte.

Der schwierige Weg zum Erfolg

Die Vorgeschichte der Partie war geprägt von der Ausgangslage in der Gruppe G, in der beide Kontrahenten bis zu diesem Aufeinandertreffen eine weiße Weste vorweisen konnten. Dass es für Alba Berlin so schwierig werden würde, lag vor allem an einer defensiven Schwächephase im zweiten Viertel. Die Berliner wirkten in der Verteidigung oft einen Schritt zu spät, was es Bilbao ermöglichte, viel zu einfach zu Punkten zu kommen. Die taktische Herausforderung bestand für den deutschen Meister darin, die physische Überlegenheit der Spanier unter dem Korb zu neutralisieren, was über weite Strecken der ersten Halbzeit nicht gelang. Erst durch eine deutlich aggressivere Herangehensweise nach der Pause konnte Alba den Zugriff auf das Spiel zurückgewinnen. Der 26:11-Lauf war das Resultat einer taktischen Umstellung und einer gesteigerten Intensität in der Verteidigung, die Bilbao sichtlich unter Druck setzte. Die Dramatik des Spielverlaufs, in dem Alba zwischenzeitlich mit neun Punkten führte (81:72), dann aber 54 Sekunden vor Schluss wieder mit 97:98 zurücklag, unterstreicht die hohe Leistungsdichte beider Teams in diesem Wettbewerb.

Die Akteure und das Umfeld

Im Mittelpunkt des Geschehens standen neben den beiden Mannschaften die Protagonisten auf dem Parkett. Brandon Angel und Jordan Ford trugen mit ihren jeweils zweistelligen Punktzahlen die Hauptlast der Berliner Offensive. Auf der Gegenseite zeigte sich Bastien Vautier als hartnäckiger Akteur, der auch in der Schlussphase noch versuchte, den Rückstand für Bilbao zu verkürzen. Die 8.171 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof bildeten den würdigen Rahmen für dieses Spitzenspiel. Die Partie wurde medial durch das rbb-Fernsehen begleitet, wobei Marc Schwitzky die Analyse lieferte. Die Entscheidung, das Spiel in der Champions League als Spitzenduell auszutragen, unterstreicht die Ambitionen beider Vereine. Die institutionelle Bedeutung des Sieges für Alba Berlin ist hoch, da man sich nun als alleiniger Tabellenführer der Gruppe G etablieren konnte. Die Spieler von Alba Berlin zeigten dabei eine bemerkenswerte mentale Stärke, indem sie sich nach dem 13-Punkte-Rückstand nicht aufgaben, sondern das Spiel durch eine geschlossene Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit noch drehen konnten.

Einordnung der Leistung

Einzuordnen ist dieser Sieg als ein wichtiges Signal für die Ambitionen von Alba Berlin im europäischen Wettbewerb. Den Berichten zufolge war die Partie von einer hohen physischen Intensität geprägt, die den Berlinern alles abverlangte. Dass die Mannschaft trotz eines zwischenzeitlichen 13-Punkte-Rückstands und einer Schwächephase im zweiten Viertel, in der über drei Minuten kein Punkt gelang, zurückkommen konnte, spricht für die Qualität und die mentale Widerstandsfähigkeit des Kaders. Die defensive Anfälligkeit, die sich besonders in der ersten Halbzeit zeigte, ist ein Punkt, den das Team in der weiteren Saisonvorbereitung oder im laufenden Spielbetrieb sicher noch adressieren muss. Dennoch ist der Erfolg gegen einen ungeschlagenen spanischen Vertreter ein deutlicher Beleg dafür, dass Alba Berlin in der Champions League zu den ernstzunehmenden Titelanwärtern zählt. Die Fähigkeit, in der Schlussphase bei einem Rückstand von 97:98 noch die Nerven zu bewahren und durch individuelle Aktionen von Ford und Bean das Spiel zu entscheiden, zeugt von einer hohen individuellen Klasse der eingesetzten Spieler.

Offene Fragen und Lücken im Bericht

Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen offen, die für ein vollständiges Verständnis des Spielverlaufs von Interesse wären. So wird nicht detailliert erläutert, welche taktischen Anpassungen der Trainer von Alba Berlin nach der Halbzeitpause vorgenommen hat, um den 26:11-Lauf zu ermöglichen. Auch bleibt unklar, welche spezifischen Verletzungen oder personellen Ausfälle es bei den beteiligten Mannschaften gegeben haben könnte, die den Spielverlauf beeinflusst haben könnten. Zudem fehlen Angaben zur Foulbelastung der Schlüsselspieler, die in einer so physisch geführten Partie oft eine entscheidende Rolle für die taktischen Optionen der Trainer spielt. Auch die genaue taktische Ausrichtung von Surne Bilbao in der Schlussphase, insbesondere bei der Verteidigung des letzten Angriffs von Alba, wird nicht näher beleuchtet. Es wird zwar erwähnt, dass Bilbao nicht genug Zeit für einen kontrollierten Wurfversuch blieb, aber ob dies an einer exzellenten Verteidigung Berlins oder an einem Fehler im Spielaufbau der Spanier lag, bleibt spekulativ. Auch die langfristigen Auswirkungen dieses Sieges auf die Kaderplanung oder die Stimmung innerhalb des Teams werden im Text nicht thematisiert.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/silberreiher-in-einer-verschneiten-winterlandschaft-berlins-35567700/ · Foto: Jasper Kortmann
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/rbb/rbb-basketball-champions-league-alba-berlin-schlaegt-bilbao-nach-13-punkte-rueckstand-100.html