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Frankfurt - Rödelheim: Erneuter Fall des Trickdiebstahls von Goldkette - Zeugen gesucht
Regional · 05.10.2026 11:38

Frankfurt - Rödelheim: Erneuter Fall des Trickdiebstahls von Goldkette - Zeugen gesucht

Kurz: In Frankfurt-Rödelheim wurde ein 89-jähriger Mann Opfer eines dreisten Trickdiebstahls. Die Täter stahlen seine Goldkette und ließen eine Fälschung zurück.

Ein perfider Diebstahl in der Thudichumstraße

Ein erschütternder Vorfall hat sich am vergangenen Freitagabend in Frankfurt-Rödelheim ereignet, bei dem ein 89-jähriger Mann das Ziel krimineller Machenschaften wurde. Während der Senior zu Fuß in der Thudichumstraße unterwegs war, wurde er von zwei bisher unbekannten Tätern abgepasst. Die Vorgehensweise der Kriminellen war dabei perfide und zielgerichtet: Einer der beiden Männer verließ ein Fahrzeug, bei dem es sich den Berichten zufolge um einen BMW handelte, und sprach den älteren Herrn gezielt an. Er gab vor, den Weg zum Krankenhaus nicht zu kennen, um so das Vertrauen des Opfers zu gewinnen und ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Während dieses Ablenkungsmanövers, bei dem der zweite Täter im Fahrzeug verblieb, kam es schließlich zum eigentlichen Diebstahl. Unter dem Vorwand, sich für die geleistete Auskunft erkenntlich zeigen zu wollen, legte der Täter dem 89-Jährigen eine Kette um den Hals. Bei diesem geschickten Manöver gelang es dem Unbekannten, die echte Goldkette des Seniors unbemerkt zu entwenden und gegen eine minderwertige Fälschung auszutauschen. Der Vorfall ereignete sich gegen 20:00 Uhr, als die Straßen bereits dunkel waren, was den Tätern vermutlich bei ihrem Vorhaben in die Hände spielte.

Details zu den Tätern und dem Tathergang

Die Polizei Frankfurt hat nach der Anzeigenaufnahme detaillierte Beschreibungen der beiden Tatverdächtigen veröffentlicht, um die Ermittlungen voranzutreiben. Beide Männer werden auf ein Alter von etwa 40 Jahren geschätzt. Der erste Täter, der aktiv auf den Geschädigten zuging, wird als etwa 170 bis 175 Zentimeter groß beschrieben. Er weist eine kräftige Statur auf und fiel durch ein ungepflegtes Erscheinungsbild sowie kurze, glatte, graue Haare auf. Sein Komplize, der während der gesamten Tat im Fahrzeug sitzen blieb, wird hingegen als Mann mit schmaler Statur beschrieben. Der Tatort in der Thudichumstraße ist ein belebter Bereich, weshalb die Hoffnung der Ermittler groß ist, dass Anwohner oder Passanten den BMW oder die beiden Männer zur fraglichen Zeit am Freitagabend, dem 2. Oktober 2026, bemerkt haben könnten. Die Polizei bittet die Bevölkerung eindringlich darum, bei Hinweisen auf das Fahrzeug oder die beschriebenen Personen umgehend Kontakt mit dem zuständigen Fachkommissariat aufzunehmen. Die Beamten sind unter der Rufnummer 069 / 755 - 11100 erreichbar, wobei auch jede andere Polizeidienststelle als Anlaufstelle für Zeugen dient.

Einordnung des kriminellen Vorgehens

Einzuordnen ist das Geschehen als klassischer Trickdiebstahl, bei dem die Täter gezielt die Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit älterer Menschen ausnutzen. Die Masche, eine falsche Kette als vermeintliches Geschenk oder Dankeschön anzulegen, ist ein bekanntes Muster, das den Tätern die nötige körperliche Nähe zum Opfer verschafft. Durch den direkten Kontakt wird die Aufmerksamkeit des Opfers auf das Anlegen des Schmuckstücks gelenkt, während der eigentliche Diebstahl der wertvollen Kette im selben Moment unbemerkt vollzogen wird. Dass der Täter den Senior explizit nach dem Weg zum Krankenhaus fragte, diente dabei lediglich als Vorwand, um den 89-Jährigen zum Stehenbleiben zu bewegen und eine Gesprächssituation zu erzwingen. Den Berichten zufolge handelten die Täter dabei äußerst koordiniert, wobei die Rollenverteilung zwischen dem Akteur auf der Straße und dem Fahrer im BMW klar definiert schien. Diese Form der Kriminalität ist besonders tückisch, da sie das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum massiv beeinträchtigt und gezielt schwächere Mitglieder der Gesellschaft ins Visier nimmt.

Offene Fragen zum Tathergang

Trotz der vorliegenden Informationen gibt es noch eine Reihe von ungeklärten Punkten, die im Rahmen der laufenden Ermittlungen durch die Polizei geklärt werden müssen. So ist beispielsweise unklar, ob es sich bei dem beschriebenen BMW um ein lokales Fahrzeug handelte oder ob die Täter aus einem anderen Stadtteil oder gar von außerhalb angereist waren. Auch das Kennzeichen des Wagens konnte bislang nicht identifiziert werden, was die Fahndung nach dem Fluchtfahrzeug erheblich erschwert. Des Weiteren bleibt offen, ob es sich bei den beiden Männern um Serientäter handelt, die bereits in anderen Fällen in Frankfurt oder dem Umland durch ähnliche Vorgehensweisen in Erscheinung getreten sind. Auch die Herkunft der gefälschten Kette ist ein Gegenstand, der für die Ermittler von Interesse sein könnte, da sie möglicherweise Rückschlüsse auf die Identität der Täter oder deren kriminelles Netzwerk zulässt. Bisher liegen keine Informationen darüber vor, ob Überwachungskameras in der Nähe der Thudichumstraße den Vorfall oder das Fahrzeug aufgezeichnet haben könnten, was eine wichtige Spur für die Polizei darstellen würde.

Wie es mit den Ermittlungen weitergeht

Die Ermittlungen des zuständigen Fachkommissariats des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main laufen derzeit auf Hochtouren. Der Fokus liegt nun primär auf der Auswertung etwaiger Zeugenaussagen, die nach dem öffentlichen Zeugenaufruf eingehen könnten. Die Polizei setzt darauf, dass durch die Veröffentlichung der Personenbeschreibungen weitere Zeugen motiviert werden, ihre Beobachtungen zu melden. Sollten sich Anhaltspunkte zu dem BMW ergeben, wird die Polizei versuchen, über Halterabfragen oder weitere Ermittlungsschritte die Identität der beiden Männer zu klären. Ein fester Termin für weitere Maßnahmen wurde seitens der Pressestelle des Polizeipräsidiums nicht genannt, jedoch ist davon auszugehen, dass die Fahndungsmaßnahmen kontinuierlich fortgesetzt werden, bis neue Erkenntnisse vorliegen. Die Polizei appelliert zudem an die Bevölkerung, bei verdächtigen Beobachtungen im öffentlichen Raum, insbesondere wenn es um die Ansprache durch Fremde geht, stets wachsam zu bleiben und im Zweifelsfall sofort den Notruf zu wählen, um weitere Straftaten dieser Art zu verhindern.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/sonnendurchflutete-stadtstrasse-in-berlin-mit-klassischer-architektur-37421877/ · Foto: Arlind D
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4970/6364886